Glossar

Im Rahmen der Branchenlösung arbeitet PDR auf den Grundlagen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen (NachweisV).

Branchenlösungen (im Fall von PDR gebrauchte PUR-Schaumdosen) sind von den Pflichten der NachweisV befreit. PDR ist jedoch verpflichtet, die Übernahme und die Verwertung der angenommenen Abfälle zu dokumentieren. Dies wird mit dem ABC-Schein erfüllt, der als Nachweisdokument gültig ist.

Der ABC-Schein besteht aus drei Abschnitten:

  • Blatt A
    Übernahmebestätigung: Nachweis für den Abfallerzeuger (Auftraggeber/Abholadresse)

  • Blatt B
    Abholauftrag: Nachweis für den Beförderer (PDR-Logistikpartner)

  • Blatt C
    Liefer-/Annahmeschein: Nachweis für den Empfänger (PDR)

Die Abschnitte sollen den Verbleib der Abfälle lückenlos dokumentieren und müssen daher von den Parteien archiviert werden, um für behördliche Prüfungen zur Verfügung zu stehen. 

Die Abfallschlüssel-Nummer klassifiziert Abfälle auf der Basis der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Die AVV dient der Bezeichnung von Abfällen und der Einstufung nach ihrer Gefährlichkeit.

PU-Schaumdosen (Abfallschlüssel nach AVV 15 01 10 *: Verpackungen, die Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind) werden als gefährlicher Abfall eingestuft und dürfen nicht über andere Selbstentsorgungs-Systeme, wie z. B. das Duale System Deutschland (Grüner Punkt) entsorgt werden.

PDR betreibt eine Branchenlösung zur deutschlandweiten Rückführung und vorwiegend stofflichen Verwertung gebrauchter PU-Schaumdosen. Die Gesetzlichen Grundlagen zur PDR-Branchenlösung finden Sie hier.

PDR bietet den PU-Schaum-Anwendern in Deutschland mehrere praktische Alternativen, die kostenfreie Abholung ihrer gebrauchten PU-Schaumdosen zu beauftragen:

  • Schriftlicher Abholauftrag
    In den PU-Schaumdosen-Kartons findet der Profi-Anwender/Endverbraucher einen Flyer mit Informationen über die richtige Verwertung leerer PU-Schaumdosen. Auf der Rückseite befindet sich ein Fax-Vordruck für die Anmeldung der kostenfreien Abholung. Die Anmeldung per Fax erfolgt über die gebührenfreie Service-Nummer 0800 7836737.
  • Telefonischer Abholauftrag
    Über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 7836736 erreicht der Anwender aus dem deutschen Festnetz das PDR-Servicecenter. Unsere Servicemitarbeiter/-innen nehmen den Abholauftrag direkt entgegen und stehen auch gerne für Fragen zur Verfügung.

  • Über den Online-Abholauftrag kann das Abholformular direkt ausgefüllt und per Mail an das PDR-Servicecenter übermittelt werden. Der Absender erhält per Mail eine Eingangsbestätigung seines Auftrages.
     
  • Noch bequemer geht es über das Smartphone. Einfach den QR-Code scannen, der auch auf den Kartons aufgedruckt ist, die Daten direkt eingeben und an PDR senden.


Wichtig sind die genauen Angaben wie z. B. Abholadresse, Anzahl der Kartons sowie Informationen über mögliche Abholzeiten. PDR stellt die Abholungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammen und sorgt dafür, dass der Logistikpartner bei Mengen ab 6 Kartons (ca. 70 PU-Schaumdosen) zur Abholung kommt.

Bei Mengen von weniger als 6 Kartons (ca. 70 PU-Schaumdosen) stellt Ihnen PDR-Retourenmarken (fertig ausgefüllt für jeden einzelnen Karton) für den kostenfreien Postversand zur Verfügung. Ihnen entstehen somit keine Versandkosten. Bitte geben Sie die Kartons dem Paketzusteller der DHL mit. Auch Postboten mit Lieferwagen nehmen diese an. Sie können die Kartons natürlich auch an Ihrem Postschalter abgeben.

(Quelle: Wikipedia)

Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Sie ist ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, beschlossen von 172 Staaten auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (1992). An dieser Konferenz nahmen neben Regierungsvertretern auch viele nichtstaatliche Organisationen teil. Nachhaltige Entwicklung – und damit die Agenda 21 – ist vielerorts zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden. Die Agenda 21 umfasst 359 Seiten und besteht aus 40 Kapiteln, die sich wiederum in vier Abschnitte einteilen lassen:

1. Soziale und wirtschaftliche Dimensionen
2. Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
3. Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen
4. Möglichkeiten der Umsetzung

Ihre kommunale Umsetzung ist die Lokale Agenda 21.

PDR ist der Agenda 21 für eine nachhaltige Entwicklung, und hier besonders dem Kapitel 30 mit seinen Anforderungen an ein umweltbezogenes Management, verpflichtet und hat diese in seinen Leitsätzen festgeschrieben.

Der Begriff "Anfallstelle" bezeichnet den Ort, an dem der Abfall zusammengefasst und bis zur Abholung zur Recyclinganlage gelagert wird. Anfallstellen können Betriebsstätten, Gebäude, Grundstücke o. ä. sein. Für PDR sind folgende Anfallstellen von gebrauchten PU-Schaumdosen relevant:

  • Handwerksbetriebe und deren Lager
  • Baustellen
  • kommunale Sammelstellen
  • Baustoffmärkte/DIY-Märkte

Die Anfallstelle muss nicht gleichbedeutend mit dem Abfallerzeuger sein. Im Fall von kommunalen Sammelstellen, Baustoff- und DIY-Märkten gibt der Abfallerzeuger (i. d. R. der Heimwerker) die PU-Schaumdosen ab. Dort werden sie gesammelt und zur Abholung angemeldet.

Eine Branchenlösung ist die herstellerbezogene Lösung einer gesamten Branche für ein bestimmtes Produkt im Kontext der Produktverantwortung. Für PU-Schaumdosen gründeten die Hersteller gemäß den gesetzlichen Vorgaben das Unternehmen PDR Recycling GmbH + Co KG und sorgten damit für die Rücknahme und stoffliche Verwertung der gebrauchten PU-Schaumdosen vom deutschen Markt. Die beteiligten Hersteller der Branche halten sich an gemeinsam verabschiedete Regularien hinsichtlich Eigenschaften und Kennzeichnung der Produkte. Ferner fördern sie Akzeptanz und Bekanntheitsgrad der Branchenlösung bei den Vertreibern und Endverbrauchern. 

Als Zertifizierung (von lat. „certe“ = bestimmt, gewiss, sicher und „facere“ = machen, schaffen, verfertigen) bezeichnet man ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Einhaltung bestimmter Anforderungen nachgewiesen wird. Zertifizierung ist ein Teilprozess der Konformitätsbewertung.

Zertifizierungen werden oft zeitlich befristet von unabhängigen Zertifizierungsstellen wie z. B. DQS, TÜV oder DEKRA vergeben und hinsichtlich der Standards unabhängig kontrolliert. Die Bereiche, in denen Anforderungen gestellt werden, die zertifiziert werden können, umfassen im Allgemeinen: 

  • Produkte/Dienstleistungen und ihre jeweiligen Herstellungsverfahren einschließlich der Handelsbeziehungen 
  • Personen 
  • Systeme

Zur Erbringung einer professionellen Dienstleistung auf hohem Niveau gehört nach unserer Auffassung eine kosteneffiziente Organisation, eine funktionierende Qualitätssicherung sowie die Übernahme von sozialer und ökologischer Verantwortung.

Um diese Ziele zu erreichen und laufend zu verbessern, hat PDR im Rahmen eines integrierten Managementsystems mehrere Zertifizierungen vorgenommen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Druckgaspackung ist aus Metall, Glas oder Kunststoff hergestellt und enthält ein verdichtetes, verflüssigtes oder gelöstes Gas sowie einen flüssigen, pastösen oder pulverförmigen Inhaltsstoff.

Sie ist mit einer Entnahmeeinrichtung ausgerüstet. Diese ermöglicht das Ausstoßen des Inhalts in Form einer Suspension von festen oder flüssigen Teilchen in einem Gas, in Form eines Schaums, einer Paste oder eines Pulvers oder in flüssigem oder gasförmigem Zustand.

Eine Druckgaspackung ist ein nicht nachfüllbares Gefäß, das den Vorschriften nach Kapitel 6.2.6 Allgemeine Vorschriften für Druckgaspackungen gemäß ADR/RID entspricht (angelehnt an www.gefahrgut-wiki.de). Auch PU-Schaumdosen sind Druckgaspackungen. Sie enthalten Treibgas sowie ein Prepolymer. Beim Austritt aus der Dose entsteht der PU-Schaum, der nach dem Aufbringen aushärtet.

Die Abkürzung 1-K-Schaum steht für Ein-Komponenten-PU-Schaum.

Diese Schäume bestehen aus einem Prepolymer, welches im Wesentlichen aus den Stoffen Isocyanat und Polyol besteht. Der Schaum entsteht beim Austritt aus der Dose, indem der Inhalt mit der Luftfeuchtigkeit reagiert.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung, Anwendung, Verarbeitung und zum Produktnutzen von 1-K-Schaum sowie zu den Dosenschaumtypen finden Sie unter www.pur-schaum.info

Das Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) unterscheidet zwischen energetischer Verwertung von Abfällen und thermischer Behandlung von Abfällen zur Beseitigung, z. B. in Müllheizkraftwerken.

Bei der energetischen Verwertung werden Abfälle mit hohem Heizwert als Ersatz für herkömmliche Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Diese Abfälle werden als Ersatzbrennstoffe bezeichnet. Sie substituieren fossile Energieträger und tragen so zur Ressourcenschonung bei. Moderne Umwelttechniken sorgen dabei für eine optimale Verbrennung der Ersatzbrennstoffe. Durch eine Abgasreinigung nach gesetzlichen Vorgaben werden Schadstoffemissionen wirksam verhindert.

Gemäß der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes rangiert die energetische Verwertung nach der stofflichen Verwertung. Informationen zur stofflichen Verwertung finden Sie unter dem Begriff "Stoffliche Verwertung". 

Nach der Nachweisverordnung (Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen) ist die Abfallnachweisführung und Verbleibskontrolle für nachweispflichtige, d. h. in der Regel gefährliche Abfälle, zwingend vorgeschrieben.

Der Entsorgungsnachweis belegt die Zulässigkeit der vorgesehenen Entsorgung dieser Abfälle in einer Abfallentsorgungsanlage.

PDR fällt nicht unter die vorgeschriebene Nachweisführung, sondern kann die Form der Nachweisführung unter bestimmten Voraussetzungen wählen. PDR setzt die Forderungen aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)  auf Gesetzliche Grundlagen und der VerpackV durch ein behördlich anerkanntes Entsorgungsnachweisverfahren um, dem bei PDR sogenannten "ABC-Schein-Verfahren".

Holt unser Logistikpartner die gebrauchten Dosen vom Anwender ab, übergibt er der Anfallstelle den A-Schein, der Beförderer behält den B-Schein und PDR erhält den C-Schein. Damit kann jeder Beteiligte die korrekte Entsorgung gegenüber den Behörden nachweisen.

PDR geht sicher mit Gefahrstoffen um. Das ist eine unserer Stärken.

PU-Schaumdosen gelten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe (Prepolymer und Treibgase) auch nach Gebrauch als gefährlicher Abfall: Es befinden sich im Regelfall noch Restinhalte in der PU-Schaumdose.

Im Umgang mit Gefahrgut/-stoffen müssen verschiedene Regelwerke beachtet werden.

Die Definition von Gefahrstoffen sowie Begriffsbestimmungen, Gefährlichkeitsmerkmale, Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung sind in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) erläutert und geregelt. Weitere Informationen zu diesem Gesetz sowie der Download GefStoffV §§ 3-7 sind unter Gesetzliche Grundlagen zu finden.

Der Transport dieser gefährlichen Güter wird durch die Gefahrgutverordnung GGVSEB/ADR/RID geregelt. Für Rückfragen zum Thema Gefahrgut "PU-Schaumdosen" steht Ihnen unser Gefahrgutbeauftragter gerne unter Tel. 09228 950-0 zur Verfügung.

Falls Abfälle innerhalb der EU von einem Land in ein anderes verbracht werden sollen, um dort entsorgt oder verwertet zu werden, finden die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 des europäischen Parlamentes und des Rates über die Verbringung von Abfällen Anwendung.

Generell wird zwischen "nicht gefährlichen Abfällen" und "gefährlichen Abfällen" unterschieden.

Für "gefährliche Abfälle" muss ein sogenanntes "behördliches Notifizierungsverfahren" durchgeführt werden. Details hierzu finden Sie unter "Notifizierung".

Bei "nicht gefährlichen Abfällen" müssen die Behörden nicht informiert werden. Basis ist ein Entsorgungsvertrag, der gesetzliche Verfahrensvorschriften regelt. Der Vertrag wird vor der ersten Verbringung zwischen dem Verbringer und dem Empfänger abgeschlossen.

Jeder einzelne Transport wird dann von einem Dokument begleitet, das die relevanten Abfall-Informationen auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 enthält. 

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen. Als gesetzliche Grundlage der Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft regelt es u. a. auch für PDR den Umgang mit Abfällen.

Folgende Paragrafen sind die gesetzliche Grundlage für die Arbeit von PDR:

  • § 23 – Produktverantwortung
  • § 24 – Anforderungen an Verbote, Beschränkungen und Kennzeichnungen
  • § 25 – Anforderungen an Rücknahme- und Rückgabepflichten
  • § 26 – freiwillige Rücknahme

In § 6 Abfallhierarchie weist es auf die Grundsätze der Abfallvermeidung und Abfallbewirtschaftung hin. Die Maßnahmen der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung stehen in folgender Rangfolge:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. Sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
  5. Beseitigung

Weitere Punkte werden in der VerpackV geregelt.

Um eine flächendeckende deutschlandweite Abholung von gebrauchten PU-Schaumdosen anbieten zu können, setzen wir von PDR auf beauftragte Logistikpartner.

Die PDR-Logistikpartner sind selbstständige Spediteure mit eigenem Fuhrpark und Lager. Jeder Logistikpartner ist jeweils für ein bestimmtes Teilgebiet in Deutschland zuständig.

Bei der Auswahl der Logistikpartner legen wir großen Wert auf deren Dienstleistungsgedanken. Denn der Logistikpartner ist nicht nur für die Abholung der gebrauchten PU-Schaumdosen zuständig, sondern pflegt den direkten Kundenkontakt und leistet intensive Beratung und Service vor Ort.

Ein Managementsystem beschreibt die Aufgaben des Managements und verknüpft Methoden, um die Management-Aufgaben "Ziele setzen, steuern und kontrollieren" erfolgreich zu bewältigen.

Wir arbeiten mit einem integrierten prozessorientierten Managementsystem, um mit hohem, professionellen Standard sämtliche Anforderungen zu erfüllen – insbesondere gesetzliche Auflagen, Arbeitsschutz, Betriebssicherheit, Kundenanforderungen und Umweltschutz. Um diese Ziele zu erreichen, hat PDR folgende Zertifizierungen vorgenommen:

  • DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) 
  • DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) 
  • Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung (EfbV) 
  • BS OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagement) 
  • berufundfamilie (Hertie-Stiftung)

Nicht der Zertifizierung unterworfen, aber Bestandteil unseres integrierten Managementsystems, ist das Risikomanagement auf Basis ONR 49000 ff. Hierbei werden sämtliche Geschäftsrisiken systematisch analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung bzw. Abwendung festgelegt. Nähere Informationen sowie die Zertifikate als Download finden Sie unter Integriertes Prozessoptimiertes Managementsystem

Der Begriff Mengenstromnachweis kommt aus dem Abfallrecht und ist der jährliche Nachweis einer Entsorgungsanlage über die in Deutschland gesammelten und verwerteten Verkaufsverpackungen. Der Nachweis wird gegenüber der zuständigen obersten Abfall-Landesbehörde abgegeben.

Bei PDR betrifft dies die Rücknahme und Verwertung von gebrauchten und unverkäuflichen PU-Schaumdosen zur Verwertung.

Grundlage für den Mengenstromnachweis ist die Verpackungsverordnung (VerpackV). Die tatsächlichen Mengen eines Kalenderjahres werden der zuständigen Abfallbehörde am Anfang des nachfolgenden Jahres aufgegliedert nach

  • Abfallschlüssel 
  • Sammelgebiet 
  • Entsorgungsanlage

elektronisch übermittelt.

Der Mengenstromnachweis garantiert eine lückenlose Darstellung der Verwertungswege von der Sammelstelle bis zur Verwertungsanlage.

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcennutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.

(Quelle: Wikipedia, neuer Stand 19.07.2013)

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie hier

Falls Abfälle innerhalb der EU von einem Land in ein anderes verbracht werden sollen, um dort entsorgt oder verwertet zu werden, finden die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 des europäischen Parlamentes und des Rates über die Verbringung von Abfällen Anwendung.

Für "gefährliche Abfälle" muss ein sogenanntes behördliches "Notifizierungsverfahren" durchgeführt werden. Notifizieren bedeutet, einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zur grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen zu stellen.

Bei einer Notifizierung sind die Abfallbehörden des Versenderlandes, des Empfängerlandes und möglicher Transitländer involviert. Durch ein festgelegtes Verfahren werden den Behörden die Eckdaten zur Zusammensetzung des Abfalls, zu Abfallerzeuger, Abfallempfänger, geplanten Mengen, Verbringungszeitraum, geplantem Verwertungs-/Beseitigungsverfahren, etc. kenntlich gemacht. Erst nach Zustimmung aller involvierten Behörden ist die Verbringung (grenzüberschreitende Transport) möglich.

Ziel einer Ökobilanz ist es, die Umweltbelastungen, die durch Produkte auf deren "Lebensweg" von der Produktion bis zur Entsorgung entstehen, darzustellen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt zu analysieren. Somit wird eine Bewertungsgrundlage für alle Produkte geschaffen.

Eine 2012 verfasste Ökobilanz vergleicht das Recycling von PUR-Schaumdosen nach dem PDR-Verfahren mit anderen Verwertungswegen. Sie zeigt auf, dass ganzheitliches stoffliches Recycling gegenüber anderen Verwertungswegen ökologisch deutlich überlegen ist.

Weitere Informationen zur Ökobilanz der PDR sowie den Download der Kurzfassung finden Sie hier.

PDR

Die Initialen PDR stehen für unseren Unternehmenszweck: PRODUKTE DURCH RECYCLING.

PDR Recycling GmbH + Co KG, mit Sitz im oberfränkischen Thurnau, ist ein Spezialrecycler für intelligente Lösungen zur stofflichen Verwertung gebrauchter Produkte und Produktionsreste. Unsere Leistungen beginnen bei der Entwicklung von Stoffstromkonzepten und individuellen Recyclingtechnologien und reichen bis hin zur Vermarktung der wiedergewonnen Produkte.

Weitere Informationen finden Sie hier

Das PDR-Logo repräsentiert das Unternehmen PDR Recycling GmbH + Co KG und seinen Namen in der Öffentlichkeit.

Das Standardlogo ist vierfarbig. Für einfarbige Drucksachen gibt es das Logo auch in schwarz-weiß.

Die beiden Versionen des Logos stehen Ihnen als Download bereit. 

Mit Produktverantwortung ist die Verantwortung gemeint, die der Hersteller bzw. Händler eines Produkts diesem Produkt gegenüber hat.

In den letzten Jahren sind mehrere Bedeutungen des Begriffes entstanden. Unter anderem die den Herstellern auferlegte Verantwortung, ein Produkt nach seiner Verwendung sachgerecht zu entsorgen. Dieses ist in § 23 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes geregelt.

Als ein Beispiel hierfür gilt die bundesweite PDR-Branchenlösung, gebrauchte PU-Schaumdosen kostenfrei zurückzunehmen und zu ca. 95 %, davon zu rund 80 % stofflich, zu recyceln.

Hier finden Sie das Schaubild "Produktverantwortung" für diese Branchenlösung. 

Mit dem PU-Logo sind alle PU-Schaumdosen in Deutschland gekennzeichnet, die über die PDR-Branchenlösung lizensiert wurden.

Dieses Recyclingsymbol stellt eine Garantie für die kostenfreie Rücknahme der PU-Schaumdose innerhalb Deutschlands sowie die Verwertung durch PDR dar.

Das PU-Logo zeigt die kostenfreie Telefonnummer und unsere Webadresse. Hier kann sich der Anwender über die richtige Entsorgung informieren bzw. direkt einen Abholauftrag platzieren. 

Polyurethane (PUR) sind eine besonders vielseitige Gruppe von Kunststoffen für den Einsatz in den unterschiedlichsten Bereichen des täglichen Lebens:

Ob beim Sport, in der Freizeit, beim Wohnen und Bauen, im Arbeitsalltag, im Gesundheitswesen oder im Verkehr – vieles ist heute aus Polyurethan gefertigt.

So findet sich PU als Hart- oder Weichschaum zum Beispiel in effektiven Wärme- und Kältedämmungen, Möbelpolstern, Autositzen oder Matratzen.

Durch Polyaddition von Isocyanaten entstehen Kunststoffe, die die Urethangruppe – NH-CO-O – enthalten, woher sich auch der Name ableitet. Die Hauptinhaltsstoffe von PU-Schaum sind Polyol, Isocyanat (Diphenylmethan- 4,4´-diisocyanat) und Treibmittel. Hinzu kommen, je nach Einsatzgebiet, Stabilisatoren, Beschleuniger und Flammschutzmittel. Das Mischungsverhältnis variiert je nach Hersteller und Anwendungszweck.

Nähere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage www.pur-schaum.info.

Der nachhaltige Umgang mit begrenzten Ressourcen an Rohstoffen, Energie und Nahrungsmitteln ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Das Konzept der Ressourcenschonung fordert Nutzungsstrategien, die dauerhaft fortgeführt werden können, indem

  • der Verbrauch erschöpflicher Ressourcen durch Steigerung der Effizienz, Substitution durch erneuerbare Ressourcen und Recycling minimiert wird (Stoffstrommanagement).
  • die Verbrauchsrate erneuerbarer Stoffe und Energien deren gegebene Reproduktionsrate nicht übersteigt.
  • die Emissionen die Aufnahme- und Regenerationsfähigkeit von Umwelt und Lebewesen nicht übersteigen.

Die Ressourcenschonung bedarf daher innovativer Ansätze in der Forschung, Umwelttechnik und -kommunikation. Ressourcenschonung und Klimaschutz sind eng miteinander verbunden.

In Verpackungen mit flüssigen oder viskosen Inhalten bleiben nach dem Entleeren meist nur Anhaftungen zurück.

Dagegen verbleiben in gebrauchten PU-Schaumdosen im Regelfall immer Restinhalte (nicht unerhebliche Mengen an Prepolymer und Treibmittel, die für das Ausschäumen notwendig sind).

PDR gewinnt diese wertvollen Stoffe durch stoffliches Recycling sortenrein zurück und stellt sie der Industrie als Produkte wieder zur Verfügung. So werden natürliche Ressourcen geschont.

Weitere Informationen zu unseren Recyclinglösungen finden Sie hier

Mengen unter 6 Kartons leerer PU-Schaumdosen (ca. 70 PU-Schaumdosen) werden aus ökologischen Gründen nicht über die Logistikpartner abgeholt, sondern gelangen auf dem Postweg zu uns.

Dazu stellt Ihnen PDR Retourenmarken (fertig ausgefüllt für jeden einzelnen Karton) für den Postversand zur Verfügung. Ihnen entstehen somit keine Versandkosten. Bitte geben Sie die Kartons dem Paketzusteller der DHL mit. Auch Postboten mit Lieferwagen nehmen diese an. Sie können die Kartons natürlich auch an Ihrem Postschalter abgeben.

Online-Abholauftrag für gebrauchte PU-Schaumdosen

Nach Anmeldung von weniger als 6 Kartons erhalten Sie automatisch Retourenmarken.

Zur Erfassung geringer Mengen an PU-Schaumdosen und Einzeldosen, die von kleinen Handwerksbetrieben und Heimwerkern verbraucht werden, stellen wir dem Handel und Kommunen kostenfrei eine speziell gekennzeichnete Sammeltonne zur Verfügung.

Der Handel nutzt die Rückgabestationen zur Kundenbindung, die Kommunen, um ihren Bürgern ein weiteres kostenfreies und umweltfreundliches Angebot im Rahmen ihrer Vorsorgefunktion anzubieten. An über 4.000 Standorten bundesweit stehen Rückgabestationen von PDR für gebrauchte PU-Schaumdosen zur Verfügung.

Weitere Informationen bzw. Bestellmöglichkeiten für die Rückgabestation finden Sie unter

Kleinen Handwerksbetrieben und Heimwerkern steht unsere Online-Suche Annahmestellen zur Verfügung.  Hier werden Ihnen unter Eingabe Ihrer PLZ die nächstgelegenen Annahmestellen angezeigt.

Im Rahmen der Produktverantwortung im Sinne des § 23 Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) steht den Herstellern und Vertreibern von Erzeugnissen das Instrument der freiwilligen Rücknahme zur Verfügung (§ 26 des KrWG). Bei bestimmten Erzeugnissen, speziell bei gefährlichen Abfällen, besteht lt. bundesdeutschem Gesetz sogar die Verpflichtung, diese nach Gebrauch zurückzunehmen, und die Rücknahme durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen (= verordnete Rücknahme).

Generell können Hersteller und Vertreiber zur Erfüllung ihrer Pflichten Dritte beauftragen (§11 VerpackV).

Im Falle von PU-Schaumdosen führt die PDR Recycling GmbH + Co KG die Verwertung im Auftrag der Hersteller auf einer speziell dafür geschaffenen Anlage durch. Die Rücknahme von PU-Schaumdosen bei PDR ist aufgeteilt in

  1. Verordnete Rücknahme
    Diese betrifft gebrauchte PU-Schaumdosen nach deren Anwendung.
     
  2. Freiwillige Rücknahme
    Diese wird durchgeführt für volle, ungebrauchte PU-Schaumdosen, die aufgrund von Produktionsfehlern oder wegen Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht in Verkehr gebracht wurden (siehe Sonderposten).

Um die als gefährlichen Abfall eingestuften gebrauchten PU-Schaumdosen sicher deutschlandweit zurückführen zu können, sind spezielle UN-geprüfte Kartons notwendig (UN = Verpackungscodierung für Gefahrgüter).

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Original-Verkaufskartons für den Rücktransport der gebrauchten PU-Schaumdosen an PDR aufzuheben. Sollten die Original-Verkaufskartons jedoch nicht mehr einsatzbereit sein oder fehlen, können Sie kostenfrei Rücksendekartons bei uns anfordern. Diese können Sie bequem über den Online-Abholauftrag, telefonisch über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 7836736 oder über die gebührenfreie Faxnummer 0800 7836737 bestellen.

Seit 2002 sind wir Europa-Partner von Hewlett-Packard (HP) für die Verwertung der gebrauchten HP-Druckpatronen.

HP übernimmt die Einsammlung der Druckpatronen im europäischen Raum und transportiert sie für das Recycling zu PDR nach Thurnau.

Nähere Informationen zur Sammlung Ihrer gebrauchten HP-Druckpatronen entnehmen Sie bitte direkt der Homepage von Hewlett-Packard unter folgendem Link: h30248.www3.hp.com/recycle/ereturns/welcome-cs.asp

PDR bietet eine Branchenlösung ür die Rücknahme (Sammlung) und vorwiegend stoffliche Verwertung der gebrauchten PU-Schaumdosen vom deutschen Markt an.

Für die Sammlung und den Transport der PU-Schaumdosen zum Werk nach Thurnau hat PDR ein flächendeckendes, deutschlandweites Logistiksystem aufgebaut, um den Rückholservice für den Anwender so bequem wie möglich zu machen.

Dieser Service sowie das Recycling sind bereits mit dem Erwerb der PU-Schaumdose mit dem PU-Logo bezahlt. Wir bieten für die Sammlung geeignete Lösungen für Profianwender, Heimwerker, Handel und Kommunen an und stellen kostenfreie Infomaterialien zur Verfügung. 

Das PDR-Servicecenter ist über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 7836736 zu erreichen. Es nimmt telefonische Abholaufträge entgegen, akquiriert neue Teilnehmer an der Branchenlösung und steigert den Bekanntheitsgrad. Zudem leistet es einen großen Beitrag zur deutschlandweiten Aufklärung über PU-Schaumdosen-Recycling.

Sie haben gebrauchte PU-Schaumdosen? Dann kontaktieren Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 7836736 oder unter der gebührenfreien Faxnummer 0800 7836737!

Oder nutzen Sie unseren Online-Abholaufauftrag.

Der Begriff "Sonderabfall" wird primär umgangssprachlich gebraucht. Im Abfallrecht ist der korrekte Ausdruck "gefährlicher Abfall".

Derartige Stoffe können entweder entzündlich, reizend, gesundheitsschädlich, giftig, krebserzeugend, ätzend, fortpflanzungsgefährdend oder erbgutverändernd sein und müssen daher nach speziellen Vorschriften transportiert, gelagert, verwertet oder beseitigt werden.

Im Europäischen Abfallverzeichnis (EAV), das der deutschen Abfallverzeichnisverordnung zugrunde liegt, sind alle Abfälle aufgelistet und als gefährliche bzw. nicht gefährliche Abfälle gekennzeichnet.

Im Rahmen der Branchenlösung für PU-Schaumdosen nimmt PDR in erster Linie gebrauchte PU-Schaumdosen zurück. Diese sind teilentleert oder enthalten nur noch technisch bedingte Restinhalte.

PU-Schaumdosen, die aufgrund von Produktionsfehlern oder überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum überhaupt nicht mehr in Verkehr gebracht werden können, werden als ‚Sonderposten‘ bezeichnet. Diese sind noch unbenutzt und gelangen direkt vom Handel, Hersteller oder Vertreiber zu uns.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird die stoffliche Verwertung von Abfällen als Recycling bezeichnet, also dem erneuten Zuführen der gebrauchten Materialien in den Wirtschaftskreislauf. Dabei werden bestimmte Stoffe getrennt, gesammelt oder nachträglich sortiert und anschließend aufbereitet.

Es können hierdurch erhebliche Mengen an Rohstoffen und Energie eingespart werden. Je sortenreiner die Sammlung bzw. Trennung der Stoffe erfolgt, desto besser ist später die Qualität der recycelten Produkte. Man unterscheidet die werkstoffliche und die rohstoffliche Verwertung:

  • Bei der werkstofflichen Verwertung wird der Abfall als Werkstoff genutzt, z. B. Kunststoffgranulat, Glasgranulat, Papier-Recyclat, usw.
  • Bei der rohstofflichen Verwertung wird der Abfall chemisch zerlegt und als Rohstoffersatz genutzt, z. B. Synthesegas aus Kunststoffen, Methanolgewinnung aus organischen Abfällen, usw.

Gemäß der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes rangiert die stoffliche Verwertung vor der energetischen Verwertung und diese vor der thermischen Behandlung zur Beseitigung.

Informationen zur energetischen Verwertung finden Sie unter dem Begriff "Energetische Verwertung". 

Tactile warnings sind tastbare Aufkleber in Form eines Dreiecks, die auf den unterschiedlichen Verpackungen von chemischen, reizenden und gesundheitsschädlichen Substanzen aufgebracht werden müssen, um blinde und sehbehinderte Menschen vor Einnahme oder Kontakt dieses Stoffes zu warnen. Dabei handelt es sich um ein gleichschenkliges tastbares Dreieck.

Die PDR-Wertmarke nimmt neben dem Dreieck noch die Beschriftung ‚PDR‘ und das Randvollvolumen der PU-Schaumdose auf. Außerdem enthält diese einen für das Auge unsichtbaren Sicherheitscode, um Fälschungen vorzubeugen.

Der Begriff Übernahmebestätigung stammt ursprünglich aus dem Speditionsrecht und gilt als Bestätigung über

  • den Empfang des Transportgutes. 
  • die Übernahme der Sendung mit dem Transportauftrag, diese an den im Dokument genannten Empfänger zu senden. 
  • die Auslieferung des Transportgutes an den genannten Empfänger.

Im Abfallrecht gilt die Übernahmebestätigung als Nachweisdokument für die Anfallstelle über die Menge und Art des übernommenen Abfalls.

Im Rahmen der Branchenlösung für gebrauchte PU-Schaumdosen nutzt PDR einen behördlich anerkannten ABC-Schein als Nachweisdokument. 

Die Verpackungsverordnung ist die Verordnung zur Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Für die PDR-Branchenlösung zum Recycling von gebrauchten PU-Schaumdosen sind folgende §§ relevant:

§ 3 Begriffsbestimmungen

(7) Schadstoffhaltige Füllgüter im Sinne dieser Verordnung sind

3. Zubereitungen von Diphenylmethan-4,4’-diisocyanat (MDI), soweit diese als gesundheitsschädlich und mit dem R-Satz R 42 nach der Gefahrstoffverordnung zu kennzeichnen sind und in Druckgaspackungen in Verkehr gebracht werden.

§ 8 Rücknahmeverpflichtungen für Verkaufsverpackungen schadstoffhaltiger Füllgüter

(2) Die zurückgenommenen Verpackungen sind einer erneuten Verwendung oder einer Verwertung, Verpackungen gemäß § 3 Abs. 7 Nr. 3 einer stofflichen Verwertung, zuzuführen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Mit der Branchenlösung für PU-Schaumdosen übernimmt PDR in besonderer Weise die Produktverantwortung aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) für Hersteller und Handel.

PU-Schäume in Aerosoldosen unterliegen u. a. der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Nach Gebrauch sind diese als gefährlicher Abfall eingestuft.

Mit einer weltweit einzigartigen Aufbereitungsanlage werden Prepolymere, Treibmittel, Eisen- und Nichteisenmetalle, Kunststoffe (Thermoplaste) und Kartonagen mit einer Verwertungsquote von ca. 95 %, davon rund 80 % stofflich, zurückgewonnen. Durch die PDR-Branchenlösung ist sichergestellt, dass diese wertvollen Materialien auf Industrieniveau, d. h. unter ökonomischen und ökologischen Kriterien, dem Wirtschaftskreislauf erhalten bleiben.

Technisch ähnlich anspruchsvoll ist das Recycling von Druckpatronen. PDR als Europapartner von Hewlett Packard übernimmt deren freiwillige Verpflichtung zur Rücknahme und Aufbereitung. Auch beim Recycling der Tintenstrahlpatronen gewinnen wir mit einer Quote von über 95 %, davon rund 70 % stofflich, wertvolle Rohstoffe zurück, mit denen wieder neue Produkte hergestellt werden.

PDR wurde von den führenden europäischen PU-Schaumdosen-Herstellern mit dem Ziel gegründet, eine deutschlandweite Branchenlösung für Rücknahme und Recycling gebrauchter PU-Schaumdosen anzubieten.

Um die Kosten für die Rückholung und stoffliche Verwertung der PU-Schaumdosen zu decken, haben sich die Systempartner auf ein Wertmarken-System verständigt: Der am PDR-System angeschlossene PU-Schaumdosen-Hersteller erwirbt von PDR die Original-PDR-Wertmarke. Sie wird auf allen PU-Schaumdosen, die im deutschen Markt verkauft werden, bereits in der Produktion aufgebracht. Mit dem Erwerb sind die Kosten für die Rückführung und stoffliche Verwertung der PU-Schaumdosen aus dem Produktmarkt (Deutschland) abgegolten. Für die Systemkette Handel, Verarbeiter und Entsorger entstehen keine weiteren Kosten. Die PDR-Wertmarke erfüllt auch die Funktion des tactile warnings (=Warnaufkleber für gefährliche Stoffe).

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem Begriff "Tactile warning".

Als Zertifizierung bezeichnet man ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Einhaltung bestimmter Anforderungen nachgewiesen wird. Die Zertifizierung ist ein Teilprozess der Konformitätsbewertung.

Zertifizierungen werden oft zeitlich befristet von unabhängigen Zertifizierungsstellen wie z. B. DQS, TÜV oder DEKRA vergeben und hinsichtlich der Standards unabhängig kontrolliert. Die Bereiche, in denen Anforderungen gestellt werden, die zertifiziert werden können, umfassen im Allgemeinen:

  • Produkte/Dienstleistungen und ihre jeweiligen Herstellungsverfahren einschließlich der Handelsbeziehungen
  • Personen
  • Systeme

Zur Erbringung einer professionellen Dienstleistung auf hohem Niveau gehört nach unserer Auffassung eine kosteneffiziente Organisation, eine funktionierende Qualitätssicherung sowie die Übernahme von sozialer und ökologischer Verantwortung.

Um diese Ziele zu erreichen und laufend zu verbessern, hat PDR im Rahmen eines integrierten Managementsystems mehrere Zertifizierungen vorgenommen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Die Abkürzung 2-K-Schaum steht für Zwei-Komponenten-PU-Schaum.

Diese Schäume haben neben einem Prepolymer aus den Stoffen Isocyanat und Polyol einen weiteren Reaktionspartner: den sogenannten Vernetzer oder Härter. Dieser befindet sich als zusätzliche Verpackungseinheit entweder in der PU-Schaumdose oder wird extra zugeführt. Nach dem Aktivieren des Härters reagieren die Stoffe in der 2-K-Dose und müssen innerhalb der auf dem Etikett angegebenen Zeitspanne verarbeitet werden.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung, Anwendung, Verarbeitung und zum Produktnutzen von 2-K-Schaum sowie zu den PU-Schaumdosentypen finden Sie unter www.pur-schaum.info.